Philip Treacy

Philip Treacy´s Hüte sind nicht nur extravagante Kreationen, getragen von den schönsten Frauen der Welt, sie sind Skulpturen, hochästhetische Objekte, oft ironische, phantasievolle Kunstwerke.

Die Geschichte des Hutes als Kopfbeddeckung ist lang und lässt sich bis zu den alten Griechen und Römern zurückverfolgen. Doch erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen bei den Damen große runde Hüte mit breiter Krempe und reichlich Verzierung aus Federn, Schnüren und Blumen in Mode.

Dabei galt: Jeschicker der Hut, desto mehr Ansehen genoss die Dame auch in der Gesellschaft. Einen ganz besonderen Stellenwert hat der Damenhut bis heute in der englischen Gesellschaft. Es ist daher kein Zufall, dass der große moderen Hutdesigner Philip Treacy, der in Irland geboren ist, sein Studio sowie seine Boutique in London hat.

Schon als Kind war er  von Damenhüten fasziniert. „Als Kind liebte ich es, auf Hochzeiten   zu gehen. Sie waren für mich das Äquivalent einer Modeschau.“ In England ist es selbstverständlich, dass die Frauen zu Hochzeiten aufwendige Hüte zu tragen.

Philip Treacy begann als kleiner Junge, Hüte für die Puppen seiner Schwester zu kreieren. Das Entwerfen von Hüten steckte ihm von Anfang an im Blut. Er studierte Mode am National College of Art & Design, wo er sechs Wochen mit dem be- rühmten Londoner Hutdesigner Stephen Jones verbrachte. 1991, damals erst 23-jährig, wurde er von Karl Lagerfeld nach Paris ge- holt. Unter ihm arbeitete er zehn Jahre für Chanel. Der erste Hut, den er entwarf, war das berühmte ‚Vogelnest‘, getragen von Linda Evangelista und für die Zeitschrift ‚Vogue‘ fotografiert von Patrick Demarchelier. Philip Treacy gewann damit den ersten British Fashion Council Award, zwei weitere sollten folgen. Seine Hüte sind nicht nur extravagante Kreationen, getragen von den schönsten Frauen der Welt, sie sind Skulpturen, hochästhetische Objekte, oft ironische, phantasievolle Kunstwerke.

Über den kreativen Akt sagt er: „Ich liebe es, mit meinen Händen zu arbeiten und aus nichts etwas zu erschaffen – zweidimensionales Material in ein dreidimensionales Objekt zu phantasievolle Kunstwerke. Über den kreativen Akt sagt er: „Ich liebe Meinung herauszufordern, wie ein Hut im 21. Jahrhundert auszusehen hat.“ Philip Treacy hat den Hut aus seiner muffigen Ecke wieder ans Rampenlicht gebracht und ihm Glamour verliehen.

Seiner Kreativität scheinen dabei keine Grenzen gesetzt. Seine Kreationen sind dabei von den unterschiedlichsten Klienten gefragt. So entwarf er beispielsweise sowohl den Hut für Lady Gagas Video ‚bad romance‘ als auch 36 Hüte für die königliche Hochzeit dieses Jahres,die des Duke und der Duchess von Cambridge.